Die Mozart-Oper „Così fan tutte“ können Opernfreunde im Stream sehen

Onlinebühne der Stuttgarter Oper auf Hochtouren

Genuss ohne Ansteckungsgefahr: Mithilfe der LBBW zeigt die Staatsoper Stuttgart kostenfrei einige Opernstreams on demand. Immer freitags wechselt das Programm.

Foto: Così fan tutte/Matthias Baus

Opernbegeisterte müssen nicht auf kulturelle Angebote verzichten – auch nicht in Zeiten der Kontaktbegrenzung. Die Staatsoper Stuttgart hat mit „Oper trotz Corona“ eine Onlinebühne aufgesetzt und die LBBW als Digitalpartner unterstützt sie dabei. Von 1. bis 8. Mai ist Christoph Willibald Glucks Oper ?Iphigénie en Tauride“ zu sehen – eine bewegende Erz?hlung, wie sich ein Geschwisterpaar aus der verheerenden Gewaltspirale seiner Familie befreit. Und zugleich eine Geschichte über blutige Schuld, Liebe, Krieg und die Schatten der Vergangenheit.

Von 8. bis 15. Mai gibt es die Oper ?BORIS“ von Modest Mussorgski und Sergej Newski zu sehen. Gezeigt wird eine musikalische Konfrontation der russischen Historienoper ?Boris Godunow“ aus dem 19. Jahrhundert mit Bildern und Menschen aus der russischen Post-Sowjet?ra der 1990erJahre – ein au?ergew?hnlicher Kontext; und bildgewaltig inszeniert von Paul-Georg Dittrich.

Im Anschluss kann von 15. bis 22. Mai Bernd Alois Zimmermanns Oper ?Die Soldaten“ gestreamt werden. Vision?r und in erschütternden wie apokalyptischen Szenen erz?hlt Zimmermann darin den allm?hlichen Untergang eines Bürgerm?dchens, das zur Soldatenhure wird. Die Staatsoper Stuttgart zeigt eine legend?re Inszenierung aus dem Jahr 1989 von Harry Kupfer.

  • „Lohengrin“ von Richard Wagner

    „Lohengrin“ von Richard Wagner

    Foto: Matthias Baus

  • „Nixon in China“ von John Adams

    „Nixon in China“ von John Adams

    Foto: Matthias Baus

  • „Mefistofele“ von Arrigo Boito

    „Nixon in China“ von John Adams

    Foto: Matthias Baus

Kulturelle Impulse

?In diesen schwierigen Zeiten, so finde ich, gewinnt Kultur mehr Bedeutung, als ihr ohnehin schon innewohnt. Sie hat etwas Sinn- und Identit?tsstiftendes“, sagt LBBW-Vorstand Karl Manfred Lochner, im Konzern verantwortlich für das Unternehmenskundengesch?ft. ?Gerade Angebote wie die Online-Opernbühne zeigen, dass das gesellschaftliche Leben in der Krise nicht zum Erliegen kommen muss. Die Stuttgarter Staatsoper hat gute Wege gefunden, auf vielf?ltige Weise kulturelle Impulse zu setzen, und wir freuen uns, dass wir hierbei mit den Opernstreams auch einen Beitrag leisten k?nnen.“

Langj?hrige Partner

Die LBBW f?rdert das mehrfach ausgezeichnete Opernhaus bereits seit fast 20 Jahren. Mit Blick auf die gesellschaftlichen Entwicklungen haben die beiden Partner ihre Zusammenarbeit vor ungef?hr anderthalb Jahren um einen digitalen Baustein erg?nzt. Seither wurden fünf Opernstreams aufgezeichnet und jeweils als kostenfreier Livestream online pr?sentiert.

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Oper trotz Corona

?Heute, in der Corona-Krise und der damit verbundenen Kontaktsperre, zahlt sich unsere Digitalpartnerschaft gleich ein weiteres Mal aus: Mithilfe der LBBW sind wir heute in der Lage, auf ein qualitativ sehr hochwertiges Streamingmaterial zurückzugreifen. Unsere Reihe ?Oper trotz Corona‘ ist für mich ein wichtiger Baustein, wie wir für unsere Opernfans die aktuelle Pause etwas überbrücken k?nnen“, erkl?rt Viktor Schoner, Intendant der Staatsoper Stuttgart.

Einfallsreichtum ohne Grenzen

In kürzester Zeit hat die Staatsoper Stuttgart ihren Veranstaltungskalender mit kreativen Onlineangeboten bestückt. Wie viele andere kulturelle Einrichtungen - so zum Beispiel unsere Projektpartner Semperoper in Dresden und Nationaltheater in Mannheim - improvisiert auch die Staatsoper Stuttgart und testet neue Formate. So ?ffnen beispielsweise Musikerinnen und Musiker der Stuttgarter Ensembles ihre privaten Wohnzimmertüren, um eine musikalische Onlinedarbietung zu geben.

Fenster auf und gemeinsam musizieren

Ein anderes Beispiel sind die Balkonkonzerte ?Stuttgart musiziert daheim“. Inspiriert von einer italienischen Aktion bildete ein deutschlandweites Fernkonzert den Auftakt. Gemeinsam mit zahlreichen Laienmusikern haben auch Profis von ihren Stuttgarter Privatwohnungen aus Beethovens ?Ode an die Freude“ gespielt und gesungen. Dieses gemeinsame Musikmachen sorgte für derart viel Begeisterung bei Musikern und Nachbarn, dass der Sonntagstermin um 18 Uhr zum gemeinsamen Musizieren erst einmal beibehalten wird.

Foto Startseite: Nixon in China/Matthias Baus

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